Digitalisierung in Deutschland: Chancen und Risiken des Wandels

Wir geben Ihnen einige Tipps, wie Sie für die Digitalisierung gewappnet sind!

Digitalisierung in Deutschland: Wir diskutieren in diesem Essay Chancen und Risiken des Wandels. Foto: Pixabay
Digitalisierung in Deutschland: Wir diskutieren in diesem Essay Chancen und Risiken des Wandels. Foto: Pixabay

[enthält unbezahlte Werbung] Die Digitalisierung ist eine der weitreichendsten Veränderungen unserer Zeit. Nahezu alle Bereiche des täglichen Lebens, die Gesellschaft und Arbeitswelt, sind von der digitalen Transformation betroffen. Vieles, was früher einmal analog und greifbar war, wird in diskrete Werte übersetzt. Neue Finanztechnologien, Kommunikationsdienstleistungen, Internet of Things (IoT), Künstliche Intelligenz (KI), Robotik, Industrie 4.0 und mal mehr, mal weniger nützliche Apps und Internet-Dienstleistungen laufen analoger Technik in Rekordzeit den Rang ab. Viele Menschen fühlen sich von den Veränderungen überrannt und abgehängt. Was stellt die Digitalisierung mit uns an? Und für wen erweist sie sich als Fluch und für wen als Segen? Wir geben Ihnen einige Tipps, wie Sie für die Digitalisierung gewappnet sind. Ein Essay über Chancen und Risiken des Wandels.

- Werbeanzeige -

Begonnen hat die Digitalisierung des Alltags und unserer Lebenswelt schon vor mehr als 20 – je nach Interpretation auch vor 30 oder 40 Jahren. Aber erst in der letzten Dekade schlägt sie so richtig spürbar durch und bringt unser alltägliches Leben, unser Berufsleben, unsere alltäglichen Routinen, unser Wertesystem und letzten Endes auch uns selbst ins Wanken. Mit immer wieder neuen Hightech-Produkten wie Smartphones und Computern, digital vernetzten Haushaltsgeräten, digitalen Dienstleistungen und automatisierten Arbeitsprozessen ist die Digitalisierung ein Prozess, der so subtil, differenziert und kleinteilig stattfindet, dass viele starre Kategorien unseres Denkens mehr schlecht als recht auf den Wandel anwendbar sind. Wie der Zauberlehrling in Goethes gleichnamigem Gedicht übernehmen die „Neuen“ die Macht und probieren sich aus.


Buch-Empfehlung zur Thematik der Digitalisierung in Deutschland

Bücher zum Thema Digitalisierung gibt es bei Amazon.de – jetzt hier klicken und Fachliteratur entdecken! (Partnerlink)

Werbeanzeigen


Die Digitalisierung: Definition umd Umfang des Begriffs

Eine adäquate Definition von Digitalisierung zu finden, ist gar nicht so einfach. Denn der Begriff beschreibt nicht einfach ein einfaches, statisches Gebilde, sondern eine Summe aus Hardware, Software und Prozessen, die miteinander verknüpft sind und sich zum Teil gegenseitig bedingen, ergänzen oder gar widersprechen. Abstrakt und dennoch auf den Punkt bringt es die Definition von gruenderszene.de: „Der Begriff Digitalisierung bezeichnet im Allgemeinen die Veränderungen von Prozessen, Objekten und Ereignissen, welche bei einer zunehmenden Nutzung von digitalen Geräten erfolgt.

Dies bedeutet im engeren Sinne die Erstellung digitaler Repräsentationen von physischen Objekten, von Ereignissen oder analogen Medien.“ Im Gabler Wirtschaftslexikon wird die Digitalisierung als Begriff mit mehreren Bedeutungen definiert: „Er kann die digitale Umwandlung und Darstellung bzw. Durchführung von Information und Kommunikation oder die digitale Modifikation von Instrumenten, Geräten und Fahrzeugen ebenso meinen wie die digitale Revolution, die auch als dritte Revolution bekannt ist, bzw. die digitale Wende. Im letzteren Kontext, der im vorliegenden Beitrag behandelt wird, werden nicht zuletzt „Informationszeitalter“ und „Computerisierung“ genannt. Während im 20. Jahrhundert die Informationstechnologie (IT) vor allem der Automatisierung und Optimierung diente, Privathaushalt und Arbeitsplatz modernisiert, Computernetze geschaffen und Softwareprodukte wie Office-Programme und Enterprise-Resource-Planning-Systeme eingeführt wurden, stehen seit Anfang des 21. Jahrhunderts disruptive Technologien und innovative Geschäftsmodelle sowie Autonomisierung, Flexibilisierung und Individualisierung in der Digitalisierung im Vordergrund. Diese hat eine neue Richtung genommen und mündet in die vierte industrielle Revolution, die wiederum mit dem Begriff der Industrie 4.0 (auch „Enterprise 4.0“) verbunden wird“.

Diese Definition beschreibt die Digitalisierung recht zuverlässig und soll uns als Verständnisgrundlage für alle Ausführungen rund um das Phänomen dienen genügen.

Die digitale Transformation hat gerade erst so richtig begonnen. Foto: Pixabay
Die digitale Transformation hat gerade erst so richtig begonnen. Foto: Pixabay

Die Digitalisierung der Berufswelt und Unternehmen: Von Abgehängten und Visionären

Ich möchte mich im Rahmen dieses Essays als ein rigoroser Befürworter und Fürsprecher der Digitalisierung in Deutschland und der einhergehenden Transformationsprozesse positionieren. Warum das so ist, wird im Verlauf des Beitrags sicher deutlich. Ich möchte die Chancen und Risiken der Digitalisierung leicht verständlich und unterhaltsam diskutieren.

Meine Offenheit und Zuneigung gegenüber dem digitalen Wandel haben längst nicht alle Menschen in diesem Land: Viele Deutsche fühlen sich von der digitalen Transformation abgehängt und nehmen wenig oder gar nicht an der digitalen Welt teil, wie aus einer Studie der Initiative D21 hervorgeht. In absoluten Zahlen verheißt das nichts Gutes: 16 Millionen Deutsche nehmen nicht an den Entwicklungen teil und/oder lehnen die Digitalisierung ab. „Wir beobachten zwar eine positive Entwicklung: Immer mehr Menschen bewegen sich souveräner, kompetenter und aufgeschlossener in der digitalen Lebenswelt“, betont Hannes Schwaderer, der Präsident der Initiative: „Doch nach wie vor fühlen sich viele nicht für die digitale Welt gewappnet.“ Dementsprechend verheerend fällt auch das Abschneiden der Deutschen im D21-Digitalindex aus: Gerade einmal 53 von 100 Punkten erreichen die Deutschen hier. Der Index misst, wie die Deutschen im privaten und beruflichen Bereich das Internet nutzen. Ein miserables Ergebnis für eine der wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt.

Der Alptraum jedes Arbeitnehmers: Viele fürchten, durch Maschinen ersetzt zu werden. Foto: Pixabay
Der Alptraum jedes Arbeitnehmers: Viele fürchten, durch Maschinen ersetzt zu werden. Foto: Pixabay

Die Abgehängten im Großraumbüro

Wer einmal einen Blick in deutsche Büros – oder Wohnzimmer – wirft, erkennt sofort die Tragweite des Problems. Da werden Emails ausgedruckt und in Aktenordnern abgeheftet, kopiert und eingefügt, viele kleine Zettelchen geschrieben. Die Nutzung von fortschrittlicher Software und ausgereiften, effektiven Tools wird verteufelt und die Präsenzmentalität hat in vielen Unternehmen noch immer Vorrang vor Leistung. Für Außenstehende wird hier eines deutlich: Das Rückgrat der deutschen Wirtschaft – der gemeine Büroangestellte in all seinen unterschiedlichen Facetten und Ausführungen (inklusive zugehöriger Führungskräfte) – legt noch immer eine analoge, vorchristliche Schablone auf eine Welt, die in vielen Bereichen des Berufsalltags nicht erst digitalisiert wird, sondern es längst ist. Nun könnte man vermuten, dass die Rückwärtsgewandten im Laufe der Zeit aussterben, aber dem ist leider nicht so. Mit abgedroschenen Phrasen wie „Das haben wir hier schon immer so gemacht!“ wird der Nachwuchs auf Linie gebracht. Leider habe ich mir diese Ausführungen nicht ausgedacht, sondern mehrfach in deutschen Unternehmen erlebt.

Die digitale Avantgarde treibt die Transformation in Deutschland voran

Demgegenüber – und das stimmt doch durchaus hoffungsvoll – existiert eine Vielzahl junger (und auch älterer) Unternehmerinnen und Unternehmer, die die Chancen der digitalen Transformation in Deutschland erkannt haben. Digitale Startups schießen auch in Deutschland wie Pilze aus dem Boden. Viele der Neugründungen bringen Ideen zum Vorschein, die unser Leben besser machen können – und werden –, aber auch für Veränderungen sorgen, die viele Menschen scheuen.

Deutschland braucht diese Unternehmer und Unternehmen ganz dringend. Denn um Wettbewerbsfähig zu bleiben und Arbeitsplätze zu sichern, benötigen Länder Weltmarktführer im Technologiebereich. Bislang tut sich Deutschland recht schwer, echte digitale Weltmarktführer hervorzubringen. Das könnte sich mit etwas Geschick jedoch bald ändern. In vielen Branchen entwickeln sich vielversprechende digitale Startups, die unser Nutzungsverhalten revolutionieren wollen. Das Fintech-Startup N26 zum Beispiel bringt Banking auf ein neues Level und bricht die verkrusteten, schwergängigen Strukturen von altgedienten Banken auf. Und auch in der noch jungen Branche der Flugtaxis findet ein internationaler Wettbewerb um die Marktführerschaft statt. Auch hier ist Deutschland mit dem Startup Lilium aus München ganz vorn mit dabei. Am Beispiel der Flugtaxis kann man so wunderbar sehen, wie Digitalisierung zu handfesten Veränderungen führt. Ein Flugtaxis ist im Grunde ein mit Prozessoren vollgestopfter, fliegender Supercomputer – und bereits zwei bis fünf Jahren werden die ersten fliegenden Taxis über unsere Köpfe sausen.

Natürlich wird auch das nicht allen Menschen gefallen und viele rückwärtsgewandte werden lieber mit dem Bus fahren wollen oder füllen ihre Überweisung mit der Hand aus – eben weil sie das schon immer so gemacht haben. Aber Fakt ist: Das Pendel der Digitalisierung in Deutschland schlägt immer weiter aus und der Glaube, diese Entwicklungen ignorieren zu können und gar Rückgängig machen zu wollen, ist nicht nur naiv, sondern fatal für eine Gesellschaft. Wie hieß es so schön in Goethes „Zauberlehrling“, der sich vor knapp über 200 Jahren mit dem „Sturm und Drang“, also einer ähnlich revolutionären Bewegung auseinandersetzte: „Die ich rief, die Geister werd ich nun nicht los.“

Digitalisierung des Alltags: Unser Leben verändert sich

Versuchen wir an dieser Stelle etwas konkreter zu werden und uns mit Digitalisierung des Alltags zu beschäftigen. Denn diese betrifft uns alle. Von dem, was digitale Unternehmen in den letzten 20 Jahren geleistet haben, profitieren wir heute massiv. Einer der wichtigsten Meilensteine hierfür dürfte die Marktreife des Smartphones und die damit einhergehende Entwicklung des App-Stores gewesen sein. Ohne diese Infrastruktur-Produkte würde vieles nicht existieren, was für uns heute zum Alltag gehört. Viele Startups bauen ihre Geschäftsmodelle auf Smartphone-Apps auf. Ein ganzes Ökosystemen an Unternehmen und Dienstleistern ist hieraus erwachsen. Einige der kleinen Helferlein haben wir im Alltag so lieb gewonnen, dass wir uns mittlerweile kaum mehr vorstellen könnten, ohne sie auszukommen. Was würden wir tun ohne Google? Höchstwahrscheinlich haben Sie diesen Artikel auch über Google gefunden. Wie war die Kommunikation vor Messenger-Diensten wie WhatsApp oder Telegram – die Jüngeren unter uns können sich kaum noch daran erinnern. Selbst so manche Omi kommuniziert darüber mit ihren Enkeln. Daraus kann man eine These ableiten: Sobald eine Technologie so einfach geworden ist, dass bereite Bevölkerungsschichten (oder das Gros der Unternehmen) darauf zurückgreifen, erreicht die Digitalisierung eine neue Ebene. Im Folgenden versuche ich einige Bereiche der digitalen Transformation zu benennen, die diese Entwicklungsstufen erreicht oder längst überschritten haben.

Gadgets: Die Instrumente der Revolution

Wohl kaum ein anderer Bereich ist so fortgeschritten – und hat vielleicht schon seinen Peak überschritten – wie die digitalen Gadgets. Dazu zählen moderne Laptops wie das MacBook Pro, Smartphones wie das iPhone oder das Galaxy, Tablets wie das iPad Pro und natürlich variables wie beispielsweise die Apple Watch. Hybrid-Geräte zwischen Laptops und Tablets sind aktuell mehr oder weniger marktreif. Die Revolution im Bereich der Gadgets wurde 2007 eingeläutet, als Steve Jobs und Apple das erste iPhone vorgestellt haben. Seit dem wurden die technischen Möglichkeiten dieser Geräte verbessert, verfeinert und weiterentwickelt. Sie werden von Milliarden von Menschen täglich im Alltag und Job verwendet. Ein riesiger Kosmos an Apps, Dienstleistungen und Nutzungsmöglichkeiten hat sich rund um diese Geräte entwickelt. Ohne die kleinen Programme, die auf einem Smartphone laufen, während die Geräte quasi nutzlos. Apps sind vermutlich mehr als nur das Öl im Motor der Digitalisierung, sie sind wahrscheinlich eine Komponente des Motors selbst.


Viele aktuelle Apple Produkte könnt Ihr bequem bei Amazon im Onlineshop bestellen!

iPhones, iPads, AirPods, Macs und viel Zubehör: Im Onlinestore findet Ihr viele spannende Apple-Produkte und Zubehör – jetzt hier klicken und durchstöbern! (Partnerlink)

Werbeanzeigen


Aber auch die Revolution der Gadgets frisst ihre Kinder: Höchstwahrscheinlich haben wir den Gipfel der Entwicklung im Bereich der smarten Tech-Produkte bereits gesehen. Die Geräte werden nur noch im Detail verbessert, neue Produktkategorien wie beispielsweise Datenbrillen sind noch nicht ausgereift. Ob ein Smartphone nun faltbar wird oder nicht, löst keine neue Revolution aus. Stattdessen ist die Revolution in diesem Bereich heißgelaufen. Es befassen sich immer mehr Menschen mit Digital Detox und versuchen, ihr Nutzungsverhalten einzuschränken und die Nutzung zurückzufahren.

Fintechs sagen dem Establishment den Kampf an

Eine der spannendsten Bereiche der Digitalisierung in den letzten Jahren sind sogenannte Fintechs, also Banking-Apps und Dienstleistungen rund um Banking, Investments und Versicherungen, die sowohl B2C und B2B Aufgaben erfüllen können. Wer sich einmal mit aktuellen Fintechs wie beispielsweise der Banking-APP N26 beschäftigt hat, weiß, warum Fintechs in den vergangenen zehn Jahren langsam aber sicher zu dem „heißen Scheiß“ geworden sind: Solche Programm setzen voll und ganz auf papierloses Banking und Investments und brechen disruptiv den verkrusteten Markt der alteingesessenen Banken auf. Höchste Zeit wurde es dafür.

Internet der Ding (IoT): Von sprechenden Kühlschränken und fliegenden Autos

Wohl einer der spannendsten Bereiche der Digitalisierung ist das Internet der Dinge. Über das Internet verbundene Produkte machen die Digitalisierung greifbar. IoT umfasst vernetzte Produkte, die beispielsweise aus der Ferne oder per App gesteuert werden können. Dazu gehören mittlerweile etliche Artikel des Hausgebrauchs wie Kühlschränke, Lampen, Rollos, Türschlösser, IP-Überwachungskameras und viele Produkte des Alltags, wie der intelligente Lautsprecher Amazon Echo mit dem Sprachassistenten Alexa, der in Wohnzimmern und Küchen längst nicht nur Musik abspielt, sondern die Menschen – per Sprachbefehl aktiviert – aktiv in ihrem Alltag unterstützt.

Autonome Mähroboter gehören heute schon zum Alltag. Foto: Pixabay
Autonome Mähroboter gehören heute schon zum Alltag. Foto: Pixabay

Aber das Internet der Dinge hört hier längst nicht auf, sondern fängt gerade erst an! Selbstfahrende Autos werden in wenigen Jahren massentauglich sein und den Verkehr revolutionieren. Und – wie ich persönlich finde – noch deutlich spannender: Autonom fliegende Flugtaxis und Autos befinden sich ebenfalls schon kurz vor der Marktreife. Schon in zwei bis fünf Jahren sollen diese überdimensionalen Drohnen über unseren Städten kreisen und Passagiere zu enorm niedrigen Kosten befördern. Während Gadgets wie das Smartphone ihren Peak erreicht haben mögen, macht das Internet der Dinge die Zukunft wahrlich noch spannend!

Shared Economy

Über diesen Bereich der Digitalisierung kann man denken, wie man möchte, aber die Shared Economy hat viele Anhänger. Apps und Technologie wie beispielsweise AirBnb, Uber, Car2Go, Kleiderkreisel und eine gefühlte Million anderer Anbieter ermöglichen, Produkte und Dienstleistungen zu teilen. Das ist mittlerweile nichts Neues mehr, sondern hat sich fest in unserer Kultur etabliert. Viele Menschen – wir eingeschlossen – stehen dem Teilen von Produkten skeptisch gebenüber. Aber grundsätzlich ist der Gedanke dahinter nicht verkehrt: Anstatt Produkte wie Autos teuer zu kaufen oder ein teures Hotel zu buchen, wir einfach geliehen, geteilt und gemeinsame Sache gemacht. Die Infrastruktur ist wie so häufig digital und findet über Apps und Website Eingang in den Massenmarkt.

Blockchain

Bei der Blockchain handelt es sich – vereinfacht gesagt – um eine Liste von Datensätzen, die ständig erweitert wird. Diese Datensätze werden als Blöcke bezeichnet und erhalten einen spezifischen Zeitstempel und Transaktionsdaten, sodass jede Blockchain-Transaktion nachvollziehbar und transparent ist. Die Technologie wird beispielsweise bei der Kryptowährung Bitcoin angewandt und hält mittlerweile nach und nach auch Einzug in Versicherungsgeschäfte und Banking-Transaktionen.

Künstliche Intelligenz (KI)

Dieser Essay wurde von einem Bot geschrieben. Das glauben Sie nicht? Gut so, denn noch ist es nicht so weit. Aber künstliche Intelligenz verbessert ihre Fähigkeiten im Verlauf von wenigen Wochen und Monaten deutlich. Besonders Unternehmen wie Google weisen hier in immer kürzeren Zeitabständen immer größere Erfolge auf. Mithilfe von Maschinenlernen können immer mehr Aufgaben aus der menschlichen Arbeitswelt von künstlicher Intelligenz übernommen werden. Das Beispiel mit dem Schreiben von Texten ist gar nicht so schlecht: Mittlerweile können Roboter schon komplexe Artikel schreiben und Content für Websites produzieren. Einige AIs schreiben schon so gut, dass sie von menschlichen Autoren und Content Agenturen nicht mehr zu unterscheiden sind. Am Ende geben Experten vielleicht nur noch Seminare und Coachings zur Anwendung von Automatisierungssoftware bedient werden muss. Für komplexe Texte werden auch in Zukunft noch Texter benötigt, da können wir uns wohl sicher sein. Sind Sie sich wirklich sicher, dass ein Mensch diesen Beitrag geschrieben hat?

Der Mensch und die digitale Transformation: Zwischen Geringschätzung, Banalität und verkanntem Nutzen

Besonders viele ältere Menschen haben das Internet lange Zeit als eine milde Form der Unterhaltung belächelt. Nice-to-have, aber alles andere als wirklich lebensnotwendig. Ein bisschen Geringschätzung, ein bisschen Arroganz und ein starker Konservativismus dürften dazu beigetragen haben, dass in Deutschland noch über Breitbandausbau diskutiert wird, während auf den Straßen der technologischen Vorreiter-Nationen wie China und den USA schon autonome Autos ihre letzten Testfahrten vor der Marktreife absolvieren. Der Glaube an die Banalität des Internets und von Gadgets, sowie die Geringschätzung für die Errungenschaften der Digitalisierung sind tief im kollektiven Bewusstsein der Deutschen verankert.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Diskussion über den Nutzen von Wearables und Smartwatches. Ich trage bereits seit 2015 täglich meine Apple Watch und habe mir immer das neuste Modell zugelegt. Dafür habe ich hundertfach abschätzige Kommentare erhalten von Menschen, die Smartwatches für überflüssig halten. Mittlerweile sind die Produkte so ausgereift, dass die Apple Watch Menschenleben gerettet hat, indem sie Herzrhythmusstörungen rechtzeitig erkannt und die Träger rechtzeitig gewarnt hat. Solche lebensrettenden Funktionen werden mit zuküftigen Wearables wie etwa der Apple Watch 4 zum Standard gehören und den Produkten, die auch heute noch von vielen Menschen abschätzig belächelt werden, eine signifikante Bedeutung geben – von der natürlich nur Menschen profitieren, die sich darauf einlassen.

Der vermutlich deutlichste Ausdruck der Verachtung der Errungenschaften des digitalen Wandels fand statt, als sich während der Flüchtlingsbewegung 2015/2016 breite Teile der Öffentlichkeit in Deutschland darüber echauffierten, dass Flüchtlinge ja Smartphones besitzen. Man erregte sich damals darüber, dass es diesen Menschen ja nicht so schlecht gehen könne, wenn sie doch so ein Luxusgut wie ein Smartphone besäßen. Darin kommt die ganze Krux der digitalen Transformation in Deutschland zum Vorschein: Das Internet wird von vielen immer noch als nice-to-have betrachtet, aber keinesfalls als integres Instrument des alltäglichen Lebens. Dass ein Smartphone überlebenswichtig für einen Flüchtling sein könnte und auf dem beschwerlichen Weg über Leben und Tod entscheiden kann, darauf sind noch vor zwei Jahren die allerwenigsten Deutschen gekommen. Was schließen wir daraus? Erst einmal gar nichts. Lass wir das vorerst einfach so stehen.


Viele aktuelle Apple Produkte können Sie bequem bei Amazon im Onlineshop bestellen!

iPhones, iPads, AirPods, Macs und viel Zubehör: Im Onlinestore findet Ihr viele spannende Apple-Produkte und Zubehör – jetzt hier klicken und durchstöbern! (Partnerlink)

Werbeanzeigen


Digitalisierung der Arbeitswelt: Verlieren wir alle unsere Jobs?

Spannender wird die Digitalisierung in Deutschland für die Menschen schon, wenn potentiell der eigene Arbeitsplatz betroffen ist. Die Angst grassiert hier vor allem vor Automatisierung und Maschinenlernen. Fast 90 Prozent der Deutschen haben Angst, digital abgehängt zu werden. Das geht aus einer repräsentativen Befragung „Technik-Radar“ des Zentrums für Interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung (Zirius) im Auftrag von Acatech und der Körber-Stiftung, wie das Handelsblatt berichtet. Demnach haben neun von zehn Deutschen die Befürchtung, dass sie mit der Digitalisierung nicht schritthalten können. Jeder zweite vermutet, dass die Arbeitslosigkeit steigen wird. Und was noch viel erstaunlicher ist: Zwei Drittel der Menschen in Deutschland hat Angst, dass sich Cyberkriminelle in die eigene Wohnung hacken könnten. Aus der Studie geht vor allem hevor, dass viele Deutsche gar nicht wissen, wovor sie da überhaupt Angst haben: Gerade einmal zehn Prozent der Menschen konnten definieren, was ein Algyrhythmus ist (an dieser Stelle empfehle ich, noch einmal das Kapitel „Die Abgehängten im Großraumbüro“ zu lesen). Wie fühlen Sie sich in Bezug auf die Digitalisierung? Ausgeliefert oder gut gewappnet? Im nächsten – und letzten Kapitel – haben wir noch ein paar Tipps, wie Sie sich am Besten für die Digitalisierung wappnen und ganz leicht mit den Entwicklungen Schritt halten.

Survival-Tipps: So sind Sie für die Digitalisierung gewappnet

Eine der größten Befürchtungen der Menschen in Deutschland scheint zu sein, dass man den digitalen Wandel nicht mehr stoppen könnne. Kann man auch nicht – und das ist auch gut so! „Die ich rief, die Geister werd ich nun nicht los.“ habe ich nunmehr schon mehreren Artikeln gelesen (inklusive diesem Essay).

Den nachfolgenden Survival-Tipps für die digitale Transformation werde ich zeitnah noch einen kompletten, eigenen Beitrag widmen. Bis dahin können Sie sich mit den folgenden Ideen und Tipps über Wasser halten, um mit der Digitalisierung Schritt zu halten.

  1. Wie aus der Studie hervorging, haben die meisten Deutschen Angst vor der Digitalisierung, weil Sie keine Ahnung von den Vorgängen haben. Deshalb gilt die Maxime: Lernen Sie, lesen Sie, informieren Sie sich! Idealerweise können Sie Google verwenden, um sich so viele Informationen wie Möglich über die Topics der Digitalisierung anzueignen (die zugehörigen Stichworte finden Sie weiter oben!).
  2. Überlegen Sie sich, inwiefern Ihr Beruf und ihre Branche von Automatisierung betroffen sein könnte. Falls Sie einen Job machen, den auch ein Schimpanse machen könnte, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass schon bald ein Roboter ihre Tätigkeit übernimmt (das gilt übrigens auch für das Schreiben journalistischer Artikel). Sie sollten sich in jedem Fall darauf vorbereiten und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen, um sich beruflich zu verändern.
  3. Lernen Sie einen sinnvollen, maßvollen und konstruktiven Umgang mit Gadgets und IoT-Produkten. Das ist vielleicht eine der wichtigsten Aufgaben, die jeder von uns in diesem Stadium der Digitalisierung hat. Haben Sie Anteil an den technologischen Neuerungen. Probieren Sie neue Produkte und Apps aus. Behalten Sie, was Sie für nützlich erachten und verwerfen Sie, was schwachsinnig erscheint. Ich nenne es „digitale Kompentenz“. Die müssen wir alle erlernen, um nicht unterzugehen.
Schon in wenigen Jahren werden Flugtaxis zum alltäglichen Bild gehören. Foto: Lilium
Schon in wenigen Jahren werden Flugtaxis zum alltäglichen Bild gehören. Foto: Lilium

Die Zukunft wird großartig!

Ich fasse mich kurz mit dem Schlusswort dieses Essays. Das volle Spektrum der Digitalisierung abzudecken, hätte leider komplett den Rahmen gesprengt. So ging es beispielsweise überhaupt nicht um Robotik. Die gesamte Thematik ist so umfassend, spannend und tatsächlich in jeder Hinsicht lebensverändernd, dass die Auseinandersetzung damit ein Prozess sein muss, der andauert. Ich habe in letzter Zeit relativ häufig gelesen, dass aktuell das beste Zeitalter der Menschheitsgeschichte ist, um auf der Welt zu sein – und das stimmt auch. Studien belegen, dass wir uns in einer Zeit befinden, in der es trotz anderslautender Berichterstattung vieler Medien weniger Hunger, weniger Armut, weniger Kriege (Ausnahmen bestätigen leider die Regel) und generell weniger Konflikte gibt.

Und daran hat die Digitalsierung ihren Anteil. Denn Startups wollen die Welt zum Positiven verändern. Seien es Unternehmen, die Lebensmittel entwickeln, die Massentierhaltung überflüssig machen oder unterernährte Menschen versorgen, Plastikmüll aus dem Meer fischen, elektrische Autos produzieren wie Tesla oder für Suchanfragen Bäume pflanzen wie ecosia.org. Bei aller Skepsis gegenüber der digitalen Transformation sollten wir unseren Blick mehr auf die positiven Errungenschaften lenken und offen für zukünftige Entwicklungen sein. Aufhalten können wir sie in der Tat nicht mehr. Mir gefällt jedoch weniger das Bild von den Geistern, die ich rief, oder ein Büchse der Pandora, sondern viel mehr von einer Schatztruhe, die sich für uns geöffnet hat und zu der alle Menschen Zugang haben sollten.

Werbeanzeigen
Über Sascha Tobias Tegtmeyer 95 Artikel
Als Journalist, leidenschaftlicher Taucher und ambitionierter Stand Up Paddler habe ich mich mehr und mehr auf Wassersport-Themen spezialisiert. Ich habe für mehrere Jahre als Online-Redakteur, Content- und SEO-Manager für den Jahr Top Special Verlag in Hamburg das führende Tauchsport-Portal TAUCHEN.de redaktionell betreut und bin in der Wassersport-Branche zuhause. Meine Leidenschaft gilt dem Meer und allen Aktivitäten, die sich am, im, auf und unter Wasser ausüben lassen. Um diesem Kind einen Namen zu geben, habe ich www.just-wanderlust.com ins Leben gerufen – für alle Menschen, die das Meer lieben – gerne reisen und Wassersport wie Tauchen, Surfen, Stand Up Paddling.