iPhone X: Verarbeitungsfehler in der Produktion scheinen häufiger aufzutreten

Das iPhone X ist ein funkelndes und strahlendes Gerät. Das Gehäuse des Smartphones fühlt sich an wie aus einem Guss. Die Haptik des Gadgets macht vielen Nutzern vom ersten Augenblick an eine riesige Freude. Doch was passiert, wenn man das iPhone aus der Verpackung nimmt und entdeckt sofort einen hässlichen Produktionsfehler? Das kann beispielsweise ein Kratzer sein. Aber auch andere Mängel sind möglich. Wir haben selbst einen Produktionsfehler beim iPhone X gehabt und eine fast unglaubliche Geschichte damit erlebt. Ein Erfahrungsbericht.

Das kann ja mal passieren, dürfte nun der ein oder andere einwenden. Auch beim iPhone X kann bei der großen Anzahl von hergestellten Geräten mal das eine oder andere dabei sein, das nicht ganz in Ordnung ist. Um die Nachfrage zu decken, musste Apple mit der Produktion des iPhone X mit TrueDepth Kamera, Glasrückseite und OLED Display ganz schön Gas geben. Besonders bei der Herstellung der Technik-Komponenten für die innovative TrueDepth Kamera, die für die Face ID Gesichtserkennung verwendet wird, hatte es im Vorfeld Spekulationen über Herstellungsprobleme gegeben. Dennoch war die Nachfrage nach dem neuen iPhone X einfach riesig: Innerhalb kürzester Zeit mussten Millionen von Smartphones hergestellt werden. Insgesamt soll Apple in November und Dezember 2017 29 Millionen Stück davon verkauft haben – eine unvorstellbare Menge an Produkten. Und man muss wohl kein Prophet sein, um vermuten zu können, das bei dem ein oder anderen Gerät in der Herstellung nicht alles glatt geht.

Bei Produktionsfehlern geht es wohlgemerkt um Schäden ab Werk, die also schon vorhanden sind, bevor der Kunde überhaupt zum ersten Mal die im Normalfall noch verschweißte Verpackung seines Smartphones geöffnet hat und das Gerät in den Händen hielt. So erging es uns leider auch beim iPhone X. Das Smartphone kam direkt mit einem Verarbeitungsfehler zu uns ins Haus. Schon kurz nach dem Auspacken und genauer Inspektion des nagelneuen, sündhaft teuren Gadgets ist uns aufgefallen, dass da etwas nicht stimmt. Unsere Vorfreude auf das neue Top-Handy wurde leider direkt getrübt.

Wer sein nagelneues iPhone X auspackt, sollte es zuerst ausführlich begutachten – manche Geräte scheinen Verarbeitungsfehler zu haben. Foto Sascha Tegtmeyer

Wer sein nagelneues iPhone X auspackt, sollte es zuerst ausführlich begutachten – manche Geräte scheinen Verarbeitungsfehler zu haben. Foto Sascha Tegtmeyer

Apple tauscht iPhone X mit offensichtlichem Produktionsfehler anstandslos aus

1319 Euro für ein Smartphone ist wirklich eine ganze Stange Geld. Und ja, es gibt Leute, die einen so hohen Preis dafür bezahlen. Weil sie es können oder einfach, weil sie es wollen. Bei unserem ersten iPhone X wurde die Freude schon kurz nach dem Auspacken getrübt. Denn offensichtlich wurden die Glasplatten auf der Vorder- und Rückseite nicht korrekt auf den Rahmen geklebt. Auf der rechten Seite des Highend-Smartphones ist dadurch eine hässliche und deutlich erfühlbare, raue Kante entstanden, die mit Sicherheit einen Millimeter oder noch breiter war. Sofort sammelte sich Dreck und Staub darin. Zudem musste man vermuten, dass die Wasserdichtigkeit des Smartphones unter dem Verarbeitungsfehler leiden könnte. Normalerweise fühlt sich das iPhone X an wie aus einem Guss. Aber dieses Exemplar hatte eine scharfe Kante. Die obere und untere Kante zeigte im Vergleich, wie sich die Verarbeitung eigentlich anfühlen sollte.

Also haben wir direkt zum Telefon gegriffen und Apple angerufen. Nach einem Kontakt mit dem Apple Support am Telefon bekam ich einen Termin am Genius Bar. Der Mitarbeiter hat den Fehler in der Verarbeitung sofort bemerkt und das lediglich zwei Tage alte Gerät sofort samt Verpackung und Zubehör ausgetauscht. Das hat erst einmal meine allzeit guten Erfahrungen mit dem Apple Support aufs Neue bestätigt. Was dann passierte, war jedoch vollkommen unglaublich.

Alles nur Zufall? Verarbeitungsfehler beim iPhone X scheinen häufiger vorzukommen

Apple hatte mir also anstandslos ein neues iPhone X mit 256 GB in Space Gray in die Hand gedrückt. Der Umtausch hatte im stationären Apple Store nur wenige Minuten gedauert. Ich hatte nach meiner Reklamation also ein nagelneues, noch verschweißtes Gerät in der Hand. Für Produktionsfehler sensibilisiert, entschied ich mich, das Gadget direkt vor Ort auszupacken und zu prüfen. Der freundliche Mitarbeiter führt mich zu einem großen Tisch, am dem ich das zweite iPhone X in Ruhe auspacken und in Augenschein nehmen konnte.

Und jetzt kommt’s: Das frisch aus der Verpackung genommene Smartphone hatte einen 1,5 Zentimeter langen, deutlich sichtbaren und tiefen Kratzer über dem Lightning Anschluss. Das ausgetauschte iPhone X hatte also einen Verarbeitungsfehler, der mindestens genauso schwerwiegend war, wie beim ersten Gerät! Ich ging also mit dem frisch im Apple Store ausgepackten iPhone X zu einem Mitarbeiter und zeigte ihm den riesigen Kratzer. Der Store-Angestellte war geradezu sprachlos und wusste gar nicht, was er sagen sollte. Er tauschte das Gerät natürlich abermals sofort aus und händigte mir das dritte, wieder nagelneue und verschweißte iPhone X aus. Wieder packte ich das Gerät direkt im Apple Store aus und begutachtete es. Auch dieses, das dritte (!) nagelneue iPhone, hatte unten rechts neben dem Lautsprecher eine kleine Macke. Diese war jedoch nicht so stark sichtbar wie die beiden vorigen Verarbeitungsfehler. Ich zeigte es abermals dem Store Mitarbeiter und dieser wollte schon den nächsten Austauschprozess einleiten. Ich sagte ihm, ich behalte dieses Mal das Gerät trotz der Macke.


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Wie häufig kommen bei iPhone X Herstellungsfehler vor?

Ich hatte also innerhalb von zwei Tagen drei iPhone X erhalten, von denen alle drei eine gut sichtbare Stelle hatten. Sicher, eine Möglichkeit wäre gewesen, nach dem dritten fehlerhaften iPhone einfach auf eine Erstattung des Geldes zu pochen. Aber a) wollte ich nicht länger ohne Smartphone sein und b) war ich schon neugierig, das iPhone X zu kaufen. Ich hatte das iPhone X im Dauertest und mal abgesehen von den äußerlichen Verarbeitungsfehlern kann ich dem Gadget wirklich ganz ausgezeichnete Testergebnisse attestieren. Im Gegensatz zum iPhone X sind mir beim iPhone 8 (Plus) keine derartig gehäuften Herstellungsprobleme bekannt. Das iPhone 8 Plus, das ich im Dauertest verwendet hatte, war absolut makellos ausgeliefert worden. Ein Produkt, das gegen Fehler auch resistent zu sein scheint, ist die Apple Watch. In allen Generationen konnten wir bisher weder Verarbeitungsfehler auf der Apple Watch noch größere Kratzer feststellen.

Seite 2: So geht Ihr mit Verarbeitungsfehlern am Besten um 

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