iPhone X im Dauertest: OLED-Display, TrueDepth-Kamera, Face ID, Akku und Co.

Wir haben das neue iPhone X wirklich auf Herz und Nieren getestet. Erweist es sich als Kauf?

Haptisch wirklich eine Granate: das neue iPhone X. Foto: Sascha Tegtmeyer
Haptisch wirklich eine Granate: das neue iPhone X. Foto: Sascha Tegtmeyer

[unbezahlte Werbung, weil Produkttest] Am neuen iPhone X scheiden sich die Geister. Die einen halten es für ein revolutionäres Smartphone der nächsten Generation, für die anderen ist es eine unausgereifte Spielerei. Mit neuem randlosen OLED Display, einer von Grund auf neu konzipierten Rückkamera mit Studiolicht, dem völlig neuen TrueDepth Kamerasystemn auf der Vorderseite mit der Gesichtserkennung Face ID und dem A11 Bionic Prozessor ist das neue Gadget mit zahlreichen Features beladen. Wir verwenden seit einigen Wochen das iPhone X im Dauertest und haben mittlerweile einige spannende Erkenntnisse gewonnen. Wie schlägt sich das neue Topp-Smartphone im Test?

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Während das iPhone X auf der kabellosen Ladestation liegt, glänzt und glitzert es. Schalt sich das Super Retina Display ein, wird es hell im Raum. Gut sieht es ja schon aus, das neue Highend-Gerät aus dem Hause Apple. Aber hätte nicht auch ein iPhone 8 gereicht? Denn Aussehen ist nicht alles: Stimmt auch die Leistung bei dem über 1300 Euro teuren Smartphone? Wir haben es getestet.

Denn im Vorfeld gab es viele Hinweise darauf, dass das iPhone X nicht ausgereift sein könnte. Für viele Kritiker ist bis heute nicht klar, ob das iPhone X ein Flop oder top ist. Es gab Gerüchte über Probleme mit der Face ID Kamera und vor allem Warnungen, dass das OLED-Display des neuen iPhones einbrennen könnte. In der Tat schien es anfangs viele Gründe zu geben, erst einmal mit dem Kauf eines iPhones zu warten oder gar vorläufig auf ein iPhone 8 Plus zurückzugreifen, das wir ebenfalls getestet haben. Anfangs gehörten wir zugegebenermaßen zu den größten Kritiken des neuen Geräts, weil wir es für nicht ausgereift hielten. Wir haben beispielsweise das iPhone X mit dem iPhone 8 Plus verglichen und danach das iPhone 8 Plus empfohlen – zum Teil vielleicht auch aus nostalgischen Gründen, weil wir den Home Button mit TouchID wirklich mochten. Aber mittlerweile hat auch uns das neue Topp-Smartphone iPhone X eingeholt – und wirklich positiv überrascht. Das neue Gadget hat viele Stärken und Schwächen.

Bedenken gegenüber dem iPhone X erwiesen sich als übertrieben

Wir haben uns trotz aller negativen Berichte und eigenen Bedenken zu Testzwecken ein iPhone X in Space Gray mit 256 GB zugelegt. Nach dem Verkaufsstart am 3. November 2017 waren die Geräte im Apple Store und bei anderen Händlern über einige Wochen ausverkauft. Nur mithilfe von ein paar Tricks konnte man ein iPhone X kaufen. Wir haben uns mit dem Kauf dennoch etwas zurückgehalten. Anfang Dezember war es jedoch soweit und wir konnten unser iPhone X in den Händen halten.

iPhone X im Dauertest: So schlagen sich OLED-Display, TrueDepth-Kamera, Face ID, Akku und Co. Foto: Sascha Tegtmeyer
iPhone X im Dauertest: So schlagen sich OLED-Display, TrueDepth-Kamera, Face ID, Akku und Co. Foto: Sascha Tegtmeyer

Also ausgepackt und los: Das neue Gadget ist optisch wirklich eine Granate. Es glitzert und strahlt, denn die Oberfläche ist in jeglicher Hinsicht auf Hochglanz poliert. Das neue Smartphone besitzt zum kabellosen Laden eine Rückseite aus Glas und der Rahmen ist mit glänzendem Lack überzogen. Es liegt einfach wunderbar in der Hand, ist leicht und griffig. Von den Proportionen her ist es etwas länglicher als das iPhone 8 Plus, aber insgesamt deutlich kleiner. Hält man zum Vergleich beide Geräte in der Hand, wirkt das iPhone 8 Plus klobig und überdimensioniert, während das iPhone X einfach perfekt in der Hand liegt. Es ist nicht zu groß und nicht zu klein.

Von den Dimensionen her ist das normale iPhone 8 noch einmal kleiner, hat aber dementsprechend auch einen deutlich kleineren Bildschirm. So richtig gerät der Käufer jedoch erst in Verzückung, wenn er das iPhone X einschaltet: Schon der helle Begrüßungsbildschirm geht über das gesamte Display und wirkt gerade zu unwirklich. Aber es fällt auch sofort auf: Der gute alte Home Button ist nicht mehr vorhanden! Uns wird schnell klar: Nach zehn Jahren iPhone wird plötzlich einiges anders. Wir sind gespannt. Was kann also das neue iPhone X?

Face ID im Test: Ja, sie ist besser als Touch ID!

Mit dem iPhone X führt Apple erstmals das TrueDepth-Kamerasystem ein. Dieses bietet unter anderem die Möglichkeit, das Smartphone mit dem Gesicht zu entsperren. Face ID soll laut Apple die Authentifizierung auf dem iPhone X revolutionieren. Der Home Button, inklusive Touch ID, wurde dafür restlos gestrichen. Das Kamerasystem besteht aus einem Projektor, einer Infrarot-Kamera und einem Infrarot-Beleuchter. Also praktisch aus mehreren Bauteilen, die zusammenspielen, um das Gesicht zu scannen. Die gesammelten Daten werden vom Hightech-Prozessor A11 Bionic verarbeitet. Auf diese Weise wird das Gesicht präzise kartografiert. Face ID kann zum Entsperren des Geräts und einigen weiteren Funktionen wie beispielsweise Bezahlsystemen und Logins verwendet werden.


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Entgegen einigen negativen Berichten, die davon ausgingen, dass Face ID noch nicht wunschgemäß funktioniert, klappt die Authentifizierung über die TrueDepth-Kamera auf Anhieb! Wir waren selber Fans von Touch ID und standen Face ID skeptisch gegenüber. In der Praxis funktioniert Face ID denkbar einfach: Die Aktivierung von Face ID dauert wenige Sekunden. Beim Einrichten des iPhones (oder auch noch später) wird das Gesicht vollständig gescannt. Einmal eingerichtet, funktioniert das System tatsächlich wie vom Hersteller beschrieben einwandfrei. Das iPhone entsperrt sich in Sekunden und auch Logins werden nahezu in Echtzeit freigegeben. Das Gesicht wurde bei unserem Test in den wenigsten Fällen nicht erkannt. Selbst im Dunkeln und in vielen heiklen Situationen hat Face ID einwandfrei funktioniert.

Beispielsweise beim Joggen im Freien mit Mütze und Handschuhen entsperrt das System zuverlässig. Mit Touch ID musste man sich jedes Mal die Handschuhe ausziehen oder den Code manuell eingeben. Besonders bei Aktivitäten spielt Face ID seine stärken voll aus. Und ist dabei besonders schnell! Das Gesicht wird nicht etwa langwierig gescannt. Im Gegenteil: Der Authentifizierungsvorgang läuft quasi wie von allein ab und die Nutzererfahrung ist, als würde man das Smartphone gar nicht mehr entsperren müssen. Wir glauben, dass wir ziemlich sicher sagen können: Wer einmal Face ID verwendet hat, wird Touch ID nicht mehr vermissen.

Die TrueDepth Kamera des iPhone X befindet sich oben in der Mitte – die Ausbuchtung wird auch als
Die TrueDepth Kamera des iPhone X befindet sich oben in der Mitte – die Ausbuchtung wird auch als „The Notch“ bezeichnet. Foto: Sascha Tegtmeyer

Super Retina Display: scharf, schärfer, iPhone X

Die neue TrueDepth-Kamera ist mit Sicherheit ein Meisterstück der Ingenieurskunst, dass den Hersteller Apple im Vergleich zur Konkurrenz in Führung bringt. Aber das wohl sichtbarste und beeindruckendste neue Feature des iPhone X ist ganz bestimmt der neue, ultrascharfe OLED-Bildschirm „Super Retina Display“. Es ist randlos und bedeckt die gesamte Vorderseite des neuen Smartphones. Farbgebung, Helligkeit und Schwarztöne des neuen Bildschirms sind einfach fantastisch und das Kontrastverhältnis liegt bei einer Million zu eins. Zudem unterstützt das HDR-Display die TrueTone-Technologie, die durch automatischen Weißabgleich zu jederzeit für authentische Farben sorgt. Videos und Bilder werden einfach mit einer fantastischen Farbbrillianz angezeigt und durch den flächendeckenden Bildschirm entsteht ein Nutzungserlebnis, das es wohl noch bei keinem iPhone gab. Mit 5,8 Zoll ist der Bildschirm sogar noch größer als beim iPhone 8 Plus – und dieser Bildschirm kann uns immer schon riesig vor in einem Smartphone.

Zugegebenermaßen ist die längliche Form des Displays anfangs etwas gewöhnungsbedürftig und im direkten Vergleich mit einem iPhone 8 Plus wirkt das Super Retina Display kleiner. Im Gesamtkontext wirkt jedoch die Vorderseite des Vorgängermodells altbacken gegenüber dem iPhone X. Zudem ist es anfangs mehr als ungewohnt, dass das Display des neuen iPhone X durchgängig ist und keinen Home Button mehr besitzt. In iOS 11 ersetzen Touch-Gesten die Funktion des Home Buttons. Beim Einrichten des Videos zeigt iOS kurze Erklärvideos, wie die neuen Gesten funktionieren. Das ist auch mehr als genügend, um sich damit zurechtzufinden. Schnelle und flüssige Gesten machen den kleinen Knopf überflüssig. Schon nach wenigen Minuten der Benutzung ist der User mit den intuitiven Gesten vertraut und wird den Home Button nicht mehr vermissen. Das komplette Smartphone lässt sich durch Streichbewegungen und Wischen optimal und schnell verwenden.

Was anfangs ungewohnt war, hat sich bereits nach ganz kurzer Zeit als neuer Standard etabliert. Immer, wenn wir jetzt unser iPad Pro verwenden, kommt uns der Home Button antiquiert vor und wir müssen jedes Mal kurz überlegen, wie die Bedienung des iPad Pro noch funktioniert. Dementsprechend freuen wir uns schon auf das Erscheinen des iPad Pro 2018, das ähnlich wie das iPhone X ein randloses Display ohne Home Button verwenden wird.

Auf Seite 2: Wie schneidet das iPhone X im Dauertest ab?

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Über Sascha Tobias Tegtmeyer 95 Artikel
Als Journalist, leidenschaftlicher Taucher und ambitionierter Stand Up Paddler habe ich mich mehr und mehr auf Wassersport-Themen spezialisiert. Ich habe für mehrere Jahre als Online-Redakteur, Content- und SEO-Manager für den Jahr Top Special Verlag in Hamburg das führende Tauchsport-Portal TAUCHEN.de redaktionell betreut und bin in der Wassersport-Branche zuhause. Meine Leidenschaft gilt dem Meer und allen Aktivitäten, die sich am, im, auf und unter Wasser ausüben lassen. Um diesem Kind einen Namen zu geben, habe ich www.just-wanderlust.com ins Leben gerufen – für alle Menschen, die das Meer lieben – gerne reisen und Wassersport wie Tauchen, Surfen, Stand Up Paddling.