Advertisements

Malediven Urlaub – Im Gästehaus auf einer Einheimischeninsel

Einheimischeninsel auf den Malediven: Hier lässt sich günstig Traumurlaub machen! Foto: Sascha Tegtmeyer Einheimischeninsel auf den Malediven: Hier lässt sich günstig Traumurlaub machen! Foto: Sascha Tegtmeyer

Ein neuer Trend tut sich auf am Reisehimmel: Malediven Urlaub im Gästehaus auf einer Einheimischeninsel. Ist diese Art des Reisens nur etwas für Individualisten oder eine echte Alternative zum klassischen Resort-Urlaub?

Wer bisher auf die Malediven gereist ist, hat sich in der Regel mit nicht viel weniger als dem Maxi- mum an Luxus, Komfort und Abgeschiedenheit zufriedengegeben. Endlose Massagen mit Meerblick, auf Holzstegen gebaute Bungalows und 5-Gänge-Dinner am Strand stehen symbolisch für den klassischen Inselurlaub. Doch seit Kurzem öffnen auch Guesthouses und Hotels auf den Inseln der Einheimischen ihre Pforten für Taucher. Eine lohnende Alternative zu den All-Inclusive-Oasen?

„Machen Sie etwas verrücktes und reisen Sie auf die Einheimischeninsel Maradhoo im Addu-Atoll!“ schreibt Beluga Tauchreisen auf seiner Homepage. Der Tauchreiseveranstalter bietet gleich zwei sogenannte „Gästehäuser“ auf der Insel an: das Beluga Guesthouse und das Stellar Maradhoo. Die Einfamilienhäuser könnten auch in einer deutschen Neubausiedlung stehen und sind wie ein klassisches Ferienhaus ausgestattet. Mehrere Schlafzimmer mit eigenem Bad, gemeinschaftlich genutztes Wohnzimmer sowie Küche – WG-Feeling kommt auf. Pool, Meerblick, Strand fehlen, vermisst aber wohl auch niemand, so Axel Becker von Beluga Reisen: „Wir schicken nach Maradhoo ausschließlich Gäste, die nur Tauchen im Sinn haben. Bade- oder Strandurlauber sind hier fehl am Platz.“


Die richtige Ausrüstung für eure nächste große Reise findet Ihr bei Amazon.de!

  • Werbung – Das passende Zubehör für eure nächste große Reise findet Ihr im Online-Shop von Amazon.de! Praktische Rucksäcke, Koffer, günstige Backpacks, Reiseführer, Stromadapter, Nackenkissen und viele innovative Produkte könnt Ihr hier durchstöbern!

Drei bis vier Mal am Tag geht es mit dem Tauchdhoni raus, zu erstaunlich intakten Riffen und einem Mantaspot der Superlative: „Am Mantaplatz sieht man bis zu 25 Tiere – deshalb kommen die Taucher auf die Insel.“ Ein Argument das zählt, ungewöhnlich ist solch ein Maledivenurlaub trotzdem: Frauen müssen auf Maradhoo ein T-Shirt zum Schwimmen anziehen, am Strand steht ein Bikini-Verbotsschild und Alkohol gibt es nur in zwei Hotels die mit dem Auto erreichbar sind. Verkehr auf einer Malediveninsel – selbst das klingt seltsam, zeigt aber die andere Seite dieses Landes, das eben nicht „nur“ aus künstlichen Wellness- Palästen und abgeschotteten Sterne-Inseln besteht.

Kleiner Blacktip Riffhai: Einheimischeninseln sind für Leute, die ihren Schwerpunkt auf die Tauchgänge legen. Foto: Pixabay

Kleiner Blacktip Riffhai: Einheimischeninseln sind für Leute, die ihren Schwerpunkt auf die Tauchgänge legen. Foto: Pixabay

Malediven: Ruhige Atmosphäre auf Einheimischeninseln

„Die Atmosphäre im Dorf ist absolut friedlich, ruhig und entspannt“, so Axel, der selbst schon auf Maradhoo Urlaub gemacht hat. Ein weiteres schlagkräftiges Argument für diese neue Urlaubs-Form: Sieben Nächte mit Vollpension und Trinkwasser kosten unschlagbare 350 Euro! Und für uns Taucher vielleicht noch wichtiger: Flaschengebühren und die sonst auf den Malediven üblichen Bootsgebühren entfallen.
Aber wie so oft im Leben gibt es nicht nur Schwarz oder Weiß. Das Casa Mia auf der bewohnten Insel Mathiveri im Nord-Ari-Atoll kann als Mischform aus Resort und Guest- house bezeichnet werden. Die Bungalow-Anlage besitzt ein eigenes Restaurant, einen Meerwasser-Pool und, viel- leicht der größte Unterschied zu den Guesthouses, einen privaten Strandabschnitt.
Kirsten Clahr von Extratour ist frisch von der Insel zurück: „Man kann sich als Frau in der Anlage frei bewegen, geht man aber ins Dorf, muss man schon darauf achten, dass die Schultern und Knie bedeckt sind.“ Daran muss man auch denken, wenn man sich auf den Weg zur Tauchbasis macht oder an einem anderen Ende der Insel schnorcheln möchte. Ein spontaner Strandspaziergang um die Insel im Bikini? Hier wohl keine gute Idee! Auch auf der Einheimischen- Insel des Casa Mia ist Alkohol prinzipiell verboten, aber es wird bereits nach Lösungen gesucht. „Geplant ist ein Dhoni mit einer gemütlichen Bar an Bord, das direkt vor dem Resort ankern soll. Man erreicht die schwimmende Bar dann entweder über einen Bootsshuttle oder man läuft einfach rüber – das Wasser ist extrem flach vor dem Strand“, so Simon Lorinser, Product Manager bei Reisecenter Federsee. Das Konzept des Casa Mia scheint aufzugehen, ein weiteres Hotel dieser Art ist in Planung – das Grundstück ist bereits gekauft!

Advertisements
Über Sascha Tobias Tegtmeyer (55 Beiträge)
Als Journalist, leidenschaftlicher Taucher und ambitionierter Stand Up Paddler habe ich mich mehr und mehr auf Wassersport-Themen spezialisiert. Ich habe für mehrere Jahre als Online-Redakteur, Content- und SEO-Manager für den Jahr Top Special Verlag in Hamburg das führende Tauchsport-Portal TAUCHEN.de redaktionell betreut und bin in der Wassersport-Branche zuhause. Meine Leidenschaft gilt dem Meer und allen Aktivitäten, die sich am, im, auf und unter Wasser ausüben lassen. Um diesem Kind einen Namen zu geben, habe ich www.just-wanderlust.com ins Leben gerufen – für alle Menschen, die das Meer lieben – gerne reisen und Wassersport wie Tauchen, Surfen, Stand Up Paddling.

15 Trackbacks / Pingbacks

  1. Neue Projekte: wellenreiter.live, Fokus auf Lifestyle-Themen und mehr – Sascha Tegtmeyer
  2. Smarte Verpackungen – Unterwassergehäuse für Smartphones – Sascha Tegtmeyer
  3. Tauchreisekataloge im Test: Wohin geht die nächste Reise? – Sascha Tegtmeyer
  4. Bad Griesbach im Rottal: Heiße Quellen und bayrische Wellness-Idylle – Sascha Tegtmeyer
  5. Wingjacket Black Devil Mono Wing von Scubaforce: Teuflisch gut! – Sascha Tegtmeyer
  6. Reisebericht Zypern: Insel der Kontraste – Sascha Tegtmeyer
  7. Traumreiseziel Thailand: Urlaub, wir kommen! – Sascha Tegtmeyer
  8. Scott Cassell im Interview: Meeresaktivist und Ex-Navy Seal zu Gast im Tierpark Hagenbeck in Hamburg – Sascha Tegtmeyer
  9. Tierpark Hagenbeck Hamburg: Abtauchen im Aquarium – Die Weltmeere in der Nussschale – Sascha Tegtmeyer
  10. Longboard für Anfänger: Surfen auf dem Asphalt – Sascha Tegtmeyer
  11. MacBook Pro 2016 kaufen: Lieber einen neuen Laptop oder ein neues Auto? – Sascha Tegtmeyer
  12. Fehler beim Tauchen: Solotauchen – Sascha Tegtmeyer
  13. Apple Watch Milanaise Funktionalität im Test: Aussehen ist alles? – Sascha Tegtmeyer
  14. Städtereise nach Wien – Vorweihnachtliche Reise in die Heimat – Sascha Tegtmeyer
  15. Auf den Malediven mit Extremsportler und Apnoetaucher Herbert Nitsch – Sascha Tegtmeyer

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: