Malediven Urlaub – Im Gästehaus auf einer Einheimischeninsel

Ein neuer Trend tut sich auf am Reisehimmel: Malediven Urlaub im Gästehaus auf einer Einheimischeninsel. Ist diese Art des Reisens nur etwas für Individualisten oder eine echte Alternative zum klassischen Resort-Urlaub?

Wer bisher auf die Malediven gereist ist, hat sich in der Regel mit nicht viel weniger als dem Maxi- mum an Luxus, Komfort und Abgeschiedenheit zufriedengegeben. Endlose Massagen mit Meerblick, auf Holzstegen gebaute Bungalows und 5-Gänge-Dinner am Strand stehen symbolisch für den klassischen Inselurlaub. Doch seit Kurzem öffnen auch Guesthouses und Hotels auf den Inseln der Einheimischen ihre Pforten für Taucher. Eine lohnende Alternative zu den All-Inclusive-Oasen?

„Machen Sie etwas verrücktes und reisen Sie auf die Einheimischeninsel Maradhoo im Addu-Atoll!“ schreibt Beluga Tauchreisen auf seiner Homepage. Der Tauchreiseveranstalter bietet gleich zwei sogenannte „Gästehäuser“ auf der Insel an: das Beluga Guesthouse und das Stellar Maradhoo. Die Einfamilienhäuser könnten auch in einer deutschen Neubausiedlung stehen und sind wie ein klassisches Ferienhaus ausgestattet. Mehrere Schlafzimmer mit eigenem Bad, gemeinschaftlich genutztes Wohnzimmer sowie Küche – WG-Feeling kommt auf. Pool, Meerblick, Strand fehlen, vermisst aber wohl auch niemand, so Axel Becker von Beluga Reisen: „Wir schicken nach Maradhoo ausschließlich Gäste, die nur Tauchen im Sinn haben. Bade- oder Strandurlauber sind hier fehl am Platz.“


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Drei bis vier Mal am Tag geht es mit dem Tauchdhoni raus, zu erstaunlich intakten Riffen und einem Mantaspot der Superlative: „Am Mantaplatz sieht man bis zu 25 Tiere – deshalb kommen die Taucher auf die Insel.“ Ein Argument, das zählt. Ungewöhnlich ist solch ein Maledivenurlaub im Gästehaus trotzdem: Frauen müssen auf Maradhoo ein T-Shirt zum Schwimmen anziehen, am Strand steht ein Bikini-Verbotsschild und Alkohol gibt es nur in zwei Hotels die mit dem Auto erreichbar sind. Verkehr auf einer Malediveninsel – selbst das klingt seltsam, zeigt aber die andere Seite dieses Landes, das eben nicht „nur“ aus künstlichen Wellness- Palästen und abgeschotteten Sterne-Inseln besteht.

Kleiner Blacktip Riffhai: Einheimischeninseln sind für Leute, die ihren Schwerpunkt auf die Tauchgänge legen. Foto: Pixabay

Kleiner Blacktip Riffhai: Einheimischeninseln sind für Leute, die ihren Schwerpunkt auf die Tauchgänge legen. Foto: Pixabay

Malediven: Ruhige Atmosphäre auf Einheimischeninseln

„Die Atmosphäre im Dorf ist absolut friedlich, ruhig und entspannt“, so Axel, der selbst schon auf Maradhoo Urlaub gemacht hat. Ein weiteres schlagkräftiges Argument für diese neue Urlaubs-Form: Sieben Nächte mit Vollpension und Trinkwasser kosten unschlagbare 350 Euro! Und für uns Taucher vielleicht noch wichtiger: Flaschengebühren und die sonst auf den Malediven üblichen Bootsgebühren entfallen.
Aber wie so oft im Leben gibt es nicht nur Schwarz oder Weiß. Das Casa Mia auf der bewohnten Insel Mathiveri im Nord-Ari-Atoll kann als Mischform aus Resort und Guest- house bezeichnet werden. Die Bungalow-Anlage besitzt ein eigenes Restaurant, einen Meerwasser-Pool und, viel- leicht der größte Unterschied zu den Guesthouses, einen privaten Strandabschnitt.
Kirsten Clahr von Extratour ist frisch von der Insel zurück: „Man kann sich als Frau in der Anlage frei bewegen, geht man aber ins Dorf, muss man schon darauf achten, dass die Schultern und Knie bedeckt sind.“ Daran muss man auch denken, wenn man sich auf den Weg zur Tauchbasis macht oder an einem anderen Ende der Insel schnorcheln möchte. Ein spontaner Strandspaziergang um die Insel im Bikini? Hier wohl keine gute Idee! Auch auf der Einheimischen- Insel des Casa Mia ist Alkohol prinzipiell verboten, aber es wird bereits nach Lösungen gesucht. „Geplant ist ein Dhoni mit einer gemütlichen Bar an Bord, das direkt vor dem Resort ankern soll. Man erreicht die schwimmende Bar dann entweder über einen Bootsshuttle oder man läuft einfach rüber – das Wasser ist extrem flach vor dem Strand“, so Simon Lorinser, Product Manager bei Reisecenter Federsee. Das Konzept des Casa Mia scheint aufzugehen, ein weiteres Hotel dieser Art ist in Planung – das Grundstück ist bereits gekauft!

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16 Comments »

  1. Danke für diesen Artikel. Es gibt in der Tat immer mehr Gästehäuser auf den Malediven. Es sollen schon über 300 auf etwa 80 Inseln sein. Wer da nich den Überblick verlieren will, schaut mal bei den Inselnauten vorbei. In unserem Malediven Blog erklären wir Euch alles, was ihr über Budget Travelling auf den Malediven wissen müsst.
    Liebe Grüße
    Yami und Toddy

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